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IKOLKA - Imker-Ökologie-Kulturlandschaft-Erwerbsarbeit

Gemeinsames Integrations- und Qualifizierungsprojekt
einheimischer und zugewanderter Brandenburger vom 05.11.2007 bis zum 15.05.2009

Für diesen Beitrag zur beruflichen Integration von Arbeit suchenden wurde die Personal_inform GmbH am 11.10.2008 mit dem Integrationspreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet.


Die Entstehung des Projektes

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verfolgt die Strategie, Integrationskurse nach dem Zuwanderungsgesetz mit Qualifizierungs- und Beschäftigungshilfen für den Eintritt von Migrantinnen und Migranten in den ersten Arbeitsmarkt oder in die berufliche Erstausbildung zu verbinden. Solche Vorhaben sind „Verbundprojekte“. Wo immer möglich, führen die Verbundprojekte Zuwanderer und Einheimische in gemeinsamer Qualifizierung und Arbeit zusammen.

Der Gegenstand des Projektes

Langzeitarbeitslose Migrantinnen, Migranten und langjährig Arbeit Suchende aus dem Landkreis Oberhavel wurden im Projekt in fachtheoretischen und fachpraktischen Anleitungen und in betrieblichen Praktika zu Imkern qualifiziert. Die Teilnehmenden gingen gemeinsam wichtige Schritte der sozialen und beruflichen Reintegration durch Erwerbsarbeit in einem neuen Umfeld. Die Gruppe bestand aus 16 deutschstämmigen Spätaussiedlern, Russen, Ukrainern, jüdischen Zuwanderern und Oberhavelländern. Alle Teilnehmende waren im Projekt IKOLKA sozialversicherungspflichtig tätig.

Der Bedarf

Seit 1989/90 ist die Zahl der Imker im Land Brandenburg von über 5.000 auf 2.300 zurückgegangen. Der weit überwiegende Teil der Imker ist über 60 Jahre alt. Die Anzahl der Bienenvölker ist um drei Viertel auf ca. 29.000 Völker gesunken.
Gleichzeitig besteht in der Bundesrepublik Deutschland ein hoher Bedarf an Honig. Jährlich werden in Deutschland 120.000 t Honig konsumiert, von denen 90.000 t aus EU- und nicht EU-Ländern importiert werden.

Aufgrund dieser Zahlen äußerte der Landwirtschaftsminister des Landes Brandenburg im März 2005, dass die Chancen gut stünden, „sich als Imker in Brandenburg selbstständig zu machen oder dazu zu verdienen“. Die Imkerei und die damit verbundene Bestäubungsleistung der Bienen sind für den Erhalt der Artenvielfalt unserer Umwelt außerordentlich bedeutsam. 75% der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig. Ein weiterer Rückgang der Imkerei wird somit gravierende Auswirkungen auf unsere Umwelt haben.

 

Die Nachhaltigkeit
Ökologisch. IKOLKA  leistet einen lokalen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, zur Pflege der Kulturlandschaft und zum schonenden Umgang mit der natürlichen Umwelt.

Ökonomisch. IKOLKA unterstützt lokal die Ertragssteigerung landwirtschaftlicher Produkte auf natürliche und ressourcensparende Art und Weise.

Sozial. IKOLKA vergrößert die Chancen der Langzeitarbeitslosen zur Partizipation an Erwerbsarbeit und an selbstbestimmter gesellschaftlicher Teilhabe. Bisher sind fünf ehemalige Projektteilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt, eine Selbständigkeit und eine geringfügige Beschäftigung wurden aufgenommen.

Das Projekt wurde in der Zusammenarbeit folgender Institutionen durchgeführt:

Personal_inform GmbH
Friedrichstraße 95
10117 Berlin
Tel.: 030 20 96 21 32

Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge (BAMF)
Regionalkoordination Brandenburg

Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V.
Friedrich-Engels-Str. 32
16540 Hohen Neuendorf
www.honigbiene.de